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Von Irgendwo nach Calmbach (Mit Holger, Georg und dem Verursacher dieses Artikels)
Langes Kartenstudium an einer unbekannten Kreuzung, keiner weiß bescheid und keiner findet auf der Karte den Punkt, an dem wir gerade stehen. Abwechslungsweise betrachten wir die nahe Lichtung und dann wieder die beiden gelben Dreiecke (gemeint ist eine Raute [Hinweis für mathematische Neulinge]), aber auch die sind der Karte unbekannt (Ausgabe aus dem letzten Jahrtausend). Nach Abwägung der bestehenden Möglichkeiten entscheiden wir uns einstimmig (und zwei egals) nach rechts „de Buckel nonner“ zu fahren, mit der starken Vermutung am Ende auf Calmbach zu treffen. Sehr zügig (50 bis 60km/h) und ab und zu einem schnellen Blick nach links in ein landschaftlich wunderschönes Schwarzwaldtal begann unser Trip ins unbekannte. Aus Sicherheitsgründen (unbekannte Gegend und uneinsichtige Kurven) ließ ich Holger etwa 50m Vorsprung – Georg verschwand im Hintergrund. Vor uns, im Speziellen vor Holger, tauchte eine leichte Rechtskurve auf. Kaum begann diese Kurve, entzog sich Holger meinen neugierigen Blicken. Neugierig jedoch nicht aus Veranlagung oder weil ich zuviel weibliche Hormone in mir trage, sondern weil schon am Eingang der besagten Kurve Holger in ein etwas hektisches Geklingel verfiel. Als er verschwand und seine Klingel immer noch gequälte Geräusche von sich gab, entschloss ich mich, entgegen meiner sonstigen Fahrweise, die Kurve etwas langsamer anzugehen. Was ich noch erwähnen sollte: rechts an der Hangseite des ausführlich beschriebenen Waldweges befand sich ein nicht sehr tiefer und mit satt grünendem Unkraut bewachsener Graben. Was hat nun unser aller Freund und Ausländer aus LA Holger so erschreckt? Ich sah’s nun – mit sichtlicher Mühe erklomm, jedoch Gott sei Dank ohne ersichtliche Verletzungen aber mit einer Gesichtsfarbe wie ihr sicherlich in Ehren ergrautes Haar, etwas unsicheren Schrittes eine nette alte Damen, die ihren 80sten Geburtstag mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit schon vergessen hatte, den aus ihrer jetzigen Sicht sicher etwas höheren Waldweg. Aus selbstloser Nächstenliebe bot ich ihr meine Hilfe an und trotz des erlittenen Schocks lehnte sie die gebotene Hand lächelnd ab und erzählte mir, dass sie durch schrilles Klingel animiert einen Schritt nach links tat, dann das Geräusch noch aufdringlicher wurde und sie nun, um ihren 90sten Geburtstag auch noch feiern zu können, einen beherzten aber lebensrettenden Sprung in den Graben riskierte. Ich bat sie um Nachsicht vor der Jugend, die sicherlich noch einiges an „Erfahrung“ gewinnen müsse, warnte sie vor einem weiteren Radler hinter mir, wünschte ihr trotzdem eine schönen Tag und folgte dem Verursacher. Die alte Dame blieb nun etwas einsam und „Radlos“ am Wegesrand zurück. Nach einigen Hüpfern und netten Aussichten fragte ich Holger nach dem Erlebten: „Etwas kleines grauhaariges hüpfte vor meinem Rad hin und her, dann war ich vorbei.“
© Jürgen |
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So kennt man ihn und so ... ...und warum ist das so? Deshalb!! |
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Bike-Marathon Furtwangen |